Feuerwehr-Museum  
im
  Fürstbischöflichen Jagdzeughaus


Siechenstraße 75
96052 Bamberg


Öffnungszeiten:

von Mai bis Oktober:
jeden 1. Sonntag im Monat

während der Sommerferien:
jeden Sonntag

geöffnet:
jeweils von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr


Der Eintritt ist frei


Ansprechpartner:
Franz-Ludwig Redler (SBR a. D.)
Memmelsdorfer Straße 8B
96052 Bamberg
Tel. privat: 09 51 / 60 10 516
e-Mail: Feuerwehrmuseum



Das Feuerwehr-Museum:

Das Feuerwehr-Museum vermittelt Wissenswertes über die Geschichte der Brandbekämpfung und vor allem über die technische Entwicklung der Feuerlöschgerätschaften seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit, genauer aus den Jahren um 1740, stammt das älteste Ausstellungsstück: Eine Butten- oder Kastenspritze, die in der "Neuen Residenz" stationiert war.
Eimerweise musste diese mit Wasser gefüllt werden, und es bedurfte der Muskelkraft von mindestens vier Männern, um das Nass in die Flammen ausspeien zu können.

Blickfang der Sammlung sind allerdings, neben den alten, mit Hand oder Pferdezug bewegten Spritzen und Leitern, vier knallrote Feuerwehr-Autos aus den 40er Jahren dieses Jahrhunderts.

Die Feuerwehr fußt auf Wurzeln, die weit in die Vergangenheit, über das Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr hinaus, zurückreichen. Es ist nicht bei jedem Ausstellungsstück möglich, das genaue Alter oder das Herstellungsjahr festzulegen. Aber es gibt uns eine Zusammenfassung über die Entwicklung des Feuerlöschwesens und ihrer Zeit.
Wenn wir neben Geräten der Leiterfabrik J. A. Stahl, Nürnberg, und Pumpender Firma Justus Christian Braun, heute MAN Nürnberg, auch Erzeugnisse der Glockengießerei-, Spritzen- und Pumpenfabrik J. P. Lotter, Bamberg, gegr. 1749, ausstellen können, so ist dies ein Stück fränkischer - ja Bamberger - Industrie- und Handwerksgeschichte.

Der Besuch vermittelt jedem - ob Feuerwehrmann oder nicht - wertvolle Einblicke in die Tätigkeit der Feuerwehren in Bamberg.



Zur Geschichte des Fürstbischöflichen Jagdzeughauses:

1737 / 38:
Erbauung unter Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn (1729 - 1746) durch Justus Heinrich Dientzenhofer nach Plänen von Michael Küchel.

Ende des 18. Jahrhunderts:
Umbau zur Reithalle

1803 - 1821 / 25(?):
Nutzung als Glasfabrik durch den Bamberger Unternehmer und Ratsherrn J. E. Strüpf

1825 - 1922:
Militärbesitz (Militärschule, Heumagazin, Proviantmagazin und Pferdelazarett)

seit 1922:
Besitz der Stadt Bamberg
Nutzung vorwiegend zur Lagerung von Denkmälern, Fahrzeugen, Streumittel usw.

1932:
Umbau im Umgriff zur Polizeistation, später Verkehrspolizei

1945/46:
Einbau von Notwohnungen, anschließend von Werkstätten und Garagen

1984:
Räumung durch die Landespolizei

seit 1984:
Feuerwehr-Museum zur Ausstellung von Feuerlöschgeräten und Feuerwehrfahrzeugen aus Bamberg und Umgebung